Das beste Gravel Bike für Bikepacking ist 2026 das Canyon Grizl CF 9 w/ ECLIPS für 6.999 Euro, mit 8,84 kg und Platz für 54 mm breite Reifen. Es sammelt die meisten Punkte bei Reifenfreiheit, Montagepunkten und Komfort, den drei Dimensionen, die im Bikepacking-Profil am schwersten wiegen. Günstiger einsteigen lässt sich mit dem Rose Backroad Apex AXS für 3.300 Euro, dem preiswertesten Rad der Spitzengruppe.
In der Liste steht jedes Gravel Bike ohne Motor mit mindestens 43 mm Reifenfreiheit. Sortiert wird nach dem Bikepacking-Profil: Montagepunkte und Reifenfreiheit zählen zusammen 42 von 100 Punkten, Komfort und Zuverlässigkeit weitere 27, Gewicht und Preis fast nichts. Darum stehen teure Titanräder neben einem 1.999-Euro-Stahlrad, und darum tauchen mehrere Varianten derselben Plattform auf, wenn sie den Rahmen teilen. Vorjahresmodelle bleiben außen vor, sobald der Nachfolger in der Datenbank ist.
Stand: September 2026, 47 Modelle verglichen
- Datenbasiert
- Unabhängig
Bikepacking ist eine eigene Welt. Ein Bike, das für Race-Gravel gebaut ist, funktioniert dafür nicht, und umgekehrt. Bikepacking-Bikes brauchen: viele Befestigungsösen (Flaschenhalter, Gabel-Cages, Oberrohr-Mounts), breite Reifenfreiheit (mindestens 43 mm, gern mehr), stabile Geometrie, die auch mit 15 kg Gepäck nicht nervös wird, und robuste Komponenten, die auch nach 1.000 km ohne Werkstatt noch funktionieren.
Wir filtern dieses Ranking streng auf Bikes, die diese Anforderungen erfüllen. Race-Gravels fliegen raus, auch wenn sie technisch sauber ausgestattet sind. Stahl-Enthusiasten-Bikes sind willkommen. Sie sind für Bikepacking oft genau richtig.
- •Nur Gravel-Bikes (keine E-Gravel)
- •Reifenfreiheit mindestens 43 mm
Bikepacking ist richtig für dich, wenn:
- •Du mehrtägige Touren mit eigenem Gepäck fährst
- •Du abseits von Hotels übernachtest (Zelt, Biwak, Schutzhütte)
- •Du in abgelegenen Gegenden unterwegs bist
- •Dir Robustheit und Verlässlichkeit wichtiger sind als Geschwindigkeit
- •Du Wert auf viele Befestigungspunkte am Rahmen legst
Nicht für dich, wenn:
- •Du Gravel-Rennen fahren willst (schau bei Race-Gravel)
- •Du nur kurze Tagestouren ohne Gepäck planst
- •Du ein E-Gravel für Bikepacking suchst
- •Du ein Einsteiger-Gravel suchst (schau bei Gravel für Einsteiger)
- Was ein gutes Bikepacking-Bike ausmacht:
- •Mindestens 3 Flaschenhalter-Ösen am Hauptrahmen
- •Gabel-Cages (Ösen am Gabelbein für Packtaschen)
- •Oberrohr-Mounts (für Lenkertasche oder Snack-Tasche)
- •Reifenfreiheit 43 mm+, Sweet Spot 47–50 mm
- •Stabile Geometrie (längerer Radstand, flacherer Lenkwinkel)
- •Breite Übersetzungsspanne, per 2x oder 1x mit 10-46er- bis 10-51er-Kassette
- •Robuste Laufräder (breite Felgen, stabile Speichen)
- •Hydraulische Scheibenbremsen, mindestens 160 mm Scheiben
Top 10 Ranking
Canyon Grizl CF 9 w/ ECLIPS
72/100
6.999 €
Das Canyon Grizl CF 9 w/ ECLIPS ist das teuerste Canyon der Liste und mit 8,84 kg das zweitleichteste Rad hier. 54 mm Reifenfreiheit, SRAM Red XPLR AXS 1x13 und laut Canyon ein integriertes Licht- und Ladesystem, für 6.999 Euro. Wer nachts fährt und Geräte lädt, spart sich damit den Nabendynamo-Umbau.
Zum Hersteller bei CanyonRoseBackroad Force AXS
71/100
4.200 €
Das Rose Backroad Force AXS ist die erste 1x13 der Backroad-Reihe, SRAM Force XPLR AXS mit 10-46er-Kassette. 53 mm Reifenfreiheit, 9,1 kg, laut Rose 18 Anschraubpunkte, für 4.200 Euro. Es teilt den Rahmen mit den drei anderen Backroad in dieser Liste, der Unterschied ist die Gruppe.
RoseBackroad GRX 825 Di2
70/100
3.500 €
Das Rose Backroad GRX 825 Di2 ist die Shimano-Variante derselben Plattform: GRX Di2 1x12 mit 10-51er-Kassette für 3.500 Euro. 53 mm Reifenfreiheit, 9,6 kg. Die 10-51 liefert den kleinsten Berggang der Spitzengruppe, laut Rose für steile Tragepässe gedacht.
Platz 4 bis 10
7 weitere Modelle hinter dem Podium. Antippen zeigt Specs und Einordnung.
RoseBackroad Apex AXS
70/100
3.300 €
Das Rose Backroad Apex AXS ist mit 3.300 Euro das günstigste Rad der Spitzengruppe und der elektronische Einstieg in die Backroad-Reihe. SRAM Apex XPLR AXS 1x12, 53 mm Reifenfreiheit, 9,2 kg. Praktisch gleichauf mit dem GRX-Di2-Modell, die Wahl fällt zwischen 200 € und Shimano oder SRAM.
FalkenjagdAristos R Trail Gravel
70/100
8.785 €
Das Falkenjagd Aristos R Trail Gravel ist ein in Deutschland gefertigter Titanrahmen mit Shimano GRX 820 Di2, 50 mm Reifenfreiheit und 9,2 kg. In der Komfortwertung holt es die volle Punktzahl. Der Preis liegt weit über dem Rest der Liste, in unseren Daten sind zwei Werte hinterlegt, darum nennen wir keinen.
RoseBackroad Unsupported
70/100
4.400 €
Das Rose Backroad Unsupported ist das Rad für Touren ohne Steckdose: SON-Nabendynamo, Supernova-Licht und laut Rose Ladefunktion am Lenker. Das kostet Gewicht, 11,8 kg sind der zweithöchste Wert der Liste, dafür die volle Punktzahl bei Befestigungspunkten. Shimano GRX RX820 1x12 mechanisch für 4.400 Euro.
TrekCheckpoint SL 5
69/100
2.999 €
Das Trek Checkpoint SL 5 ist mit 2.999 Euro das günstigste Carbonrad der Liste und holt mit dem IsoSpeed-Entkoppler die volle Komfortwertung. 50 mm Reifenfreiheit, 9,5 kg, SRAM Apex XPLR AXS 1x12. Bei den Montagepunkten liegt es mit 8 von 10 hinter den Rose und Canyon.
MootsRoutt 45
68/100
8.500 €
Das Moots Routt 45 ist ein handgefertigtes Titanrad aus Colorado mit SRAM Red XPLR AXS, 50 mm Reifenfreiheit und 9,1 kg, für 8.500 Euro. Volle Komfortwertung, bei den Montagepunkten mit 7 von 10 aber unter der Spitzengruppe. Es steht hier wegen Komfort und Zuverlässigkeit, nicht wegen der Ösen.
LitespeedUltimate Gravel
68/100
5.950 €
Das Litespeed Ultimate Gravel ist mit 8 kg das leichteste Rad der Liste, Titan aus Tennessee mit SRAM Force XPLR AXS für 5.950 Euro. 50 mm Reifenfreiheit, volle Komfortwertung, 7 von 10 bei den Montagepunkten. Laut Litespeed inzwischen als Ultimate G2 geführt.
SurlyMidnight Special
68/100
1.999 €
Das Surly Midnight Special ist das einzige Stahlrad der Top 10 und mit 1.999 Euro das günstigste. 4130-Chromoly, 12 kg, dafür 60 mm Reifenfreiheit, der höchste Wert der Liste, und volle Punktzahl bei den Befestigungspunkten. SRAM Apex 1x11 mechanisch, also ohne Akku und ohne Elektronik unterwegs.
Diese Modelle erfüllen dieselben Kriterien wie das Ranking oben. Dort steht je Modellfamilie nur die bestbewertete Ausführung.
3T
- Exploro Max5.499 €
All-City
- Gorilla Monsoon2.300 €
BMC
- URS AL ONE2.399 €
- URS ONE4.200 €
- URS THREE3.799 €
Bombtrack
- Beyond 22.100 €
- Hook EXT-C3.299 €
Brother
- Mehteh2.900 €
Cannondale
- Topstone Carbon 24.300 €
- Topstone Carbon 33.299 €
- Topstone Carbon 3 GRX3.299 €
Canyon
- Grizl 51.399 €
- Grizl 71.799 €
- Grizl CF 61.999 €
- Grizl CF 72.499 €
- Grizl CF 7 ESC2.399 €
- Grizl CF 8 Di23.699 €
- Grizl CF 8 ESC w/ ECLIPS3.999 €
- Grizl CF 8 w/ RIFT3.499 €
- Grizl CF 9 ESC w/ RIFT5.999 €
Cube
- Nuroad C:62 EX2.999 €
- Nuroad C:62 EXC3.399 €
- Nuroad C:62 ONE1.999 €
- Nuroad C:62 Pro2.499 €
- Nuroad C:62 Pro FE2.599 €
- Nuroad C:62 Race3.599 €
- Nuroad C:62 SLT5.999 €
- Nuroad C:62 SLX3.999 €
- Nuroad Pro FE1.199 €
- Nuroad Race1.499 €
- Nuroad Race FE1.599 €
- Nuroad SLX1.699 €
Felt
- Breed Advanced3.799 €
Focus
Fuji
- Jari Carbon 1.13.299 €
Genesis
- Vagabond1.800 €
Giant
- Revolt 11.599 €
- Revolt 21.499 €
- Revolt Advanced 13.499 €
- Revolt Advanced 22.499 €
- Revolt Advanced Pro 15.599 €
KTM
- X-Strada Elite1.899 €
- X-Strada Master3.999 €
Marin
- Four Corners 22.199 €
Niner
- RLT 9 RDO4.799 €
Open
- U.P.P.E.R.4.499 €
- WI.DE.4.299 €
Orbea
- Terra M20 Team3.499 €
- Terra M20iTEAM5.799 €
Pelago
- Stavanger2.490 €
Ritchey
- Outback V23.499 €
Rose
- Backroad AL Apex2.400 €
- Backroad AL EQ2.900 €
- Backroad GRX 4002.000 €
- Backroad GRX 8203.000 €
- Backroad GRX RX6002.099 €
- Hobo Deore1.500 €
- Hobo GRX 8101.800 €
Scott
- Scale Gravel 102.699 €
- Scale Gravel 201.399 €
- Scale Gravel RC4.899 €
Specialized
- Diverge 4 Comp Alloy2.799 €
- Diverge 4 Comp Carbon4.499 €
- Diverge 4 Sport Carbon3.499 €
- Diverge Expert Carbon6.300 €
- Diverge Sport Carbon3.499 €
- Diverge STR Comp4.999 €
- S-Works Crux12.999 €
Stevens
- Gavere1.299 €
Trek
- Checkpoint SL 6 AXS Gen 34.599 €
| #Modell | Score | Preis | Rahmen | Gewicht | Schaltung |
|---|---|---|---|---|---|
| 72/100 | 6.999 € | Carbon (CF) | 8.84 kg | SRAM RED XPLR AXS 1x13 | |
| 71/100 | 4.200 € | Carbon | 9.1 kg | SRAM Force XPLR AXS 1x13 | |
| 70/100 | 3.500 € | Carbon | 9.6 kg | Shimano GRX RX825 Di2 1x12 | |
| 70/100 | 3.300 € | Carbon | 9.2 kg | SRAM Apex XPLR AXS 1x12 | |
| 70/100 | 8.785 € | Titan | 9.2 kg | Shimano GRX 820 Di2 1x12 | |
| 70/100 | 4.400 € | carbon | 11.8 kg | Shimano GRX RX820 1x12 | |
| 69/100 | 2.999 € | Carbon | 9.5 kg | SRAM Apex XPLR eTap AXS 1×12 kabellos-elektronisch, 40T / 11-44T | |
| 68/100 | 8.500 € | Titan 3Al/2.5V | 9.1 kg | SRAM Red XPLR AXS 1x12 | |
| 68/100 | 5.950 € | Titan 3Al/2.5V | 8 kg | SRAM Force XPLR AXS 1x12 | |
| 68/100 | 1.999 € | 4130 Chromoly Stahl | 12 kg | SRAM Apex 1x11 |
Häufige Fragen
01Stahl, Alu oder Carbon für Bikepacking?
Alle drei sind möglich, jeder hat Vor- und Nachteile. Stahl ist klassisch Bikepacking: fast unzerstörbar, einfach zu reparieren, schluckt Vibrationen gut, aber schwer. Alu ist leichter und günstiger, aber weniger „romantisch“. Carbon ist am leichtesten, aber empfindlicher bei Stürzen oder unsanfter Behandlung. Für abgelegene Touren ohne Werkstatt-Nähe ist Stahl oft die sicherere Wahl. Für Touren in zivilisierten Gegenden spricht nichts gegen Alu oder Carbon.
02Wie viel Gepäck kann ich mitnehmen?
Bikepacking-typisch sind 8–15 kg verteilt auf Lenkerrolle, Rahmentasche und Sattelrolle. Mit Gepäckträger und Panniers kommen schnell 20 kg dazu. Wichtig ist die Verteilung: Schwere Sachen tief und zentral, leichte Sachen oben oder außen. Ein gutes Bikepacking-Bike fährt sich auch mit 15 kg Gepäck noch neutral. Das ist ein Zeichen guter Geometrie.
031x oder 2x Schaltung?
Alle zehn Räder dieser Liste fahren 1x, die Bandbreite kommt aus Kassetten von 10-46 bis 10-51 Zähnen. 2x ist trotzdem kein Fehler: feinere Abstufung und ein kleinerer Berggang sind mit 15 kg Gepäck an einer 12-Prozent-Rampe Gold wert. 1x ist einfacher und wartungsärmer, 2x flexibler. Wer die Wahl hat, entscheidet nach Gelände, nicht nach Mode.
04Brauche ich wirklich Gabel-Cages?
Ja, wenn du ernsthaft Bikepacking machen willst. Gabel-Cages nehmen Zusatz-Taschen oder Flaschen auf und verlagern Gewicht von der Sattelrolle in die Gabel. Das stabilisiert das Fahrverhalten spürbar. Bikes ohne Gabel-Cage-Option sind für längere Touren deutlich weniger flexibel.
05Was sind die klassischen Bikepacking-Marken?
Surly, All-City, Kona, Salsa sind die Klassiker aus der amerikanischen Bikepacking-Szene. Sie bauen oft Stahl, mit reichlich Ösen und stabiler Geometrie. Bombtrack, Genesis, Brother Cycles sind europäische Alternativen in ähnlichem Stil. Von den Mainstream-Marken eignen sich Canyon Grizl (besonders Alu-Version), Cube Nuroad EX/Race FE, und Marin Four Corners. Unser Ranking zeigt alle Marken gemischt und bewertet sie nach Bikepacking-Tauglichkeit, nicht nach Markenzugehörigkeit.
06E-Bike oder normales Gravel für Bikepacking?
Fast immer normales Gravel. E-Bikes (E-Gravels) bringen Probleme mit: Akku-Planung, Ladesäulen-Suche, zusätzliches Gewicht beim Tragen über Hindernisse, keine Reparatur-Möglichkeit bei Motor-Defekt unterwegs. Bikepacking ist traditionell und praktisch ein nicht-elektrisches Unterfangen. Wenn du E-Unterstützung brauchst, ist das ein Zeichen, dass die Tour vielleicht zu ambitioniert ist, oder du solltest über E-Trekking-Touren mit Hotel-Übernachtung nachdenken, nicht Bikepacking.
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Daten zuletzt aktualisiert: 11. September 2026
