Grinder 3
Test & Bewertung 2025
1.499 €
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Profil
Performance-Bewertung
Einsatzbereiche
Beschreibung
Mit dem Grinder 3 schickt die Kölner Marke Bulls einen Aluminium-Gravel-Allrounder ins Rennen, der sich klar an Einsteiger, Pendler und Tourenfahrer richtet. Der aktuelle Straßenpreis liegt bei 1.499 Euro — eine deutliche Absenkung gegenüber den ursprünglich aufgerufenen 2.049 Euro. Damit positioniert sich das Rad in einer Preisklasse, in der Käufer üblicherweise Kompromisse eingehen müssen. Wie viel Gravel-Bike Bulls für dieses Geld liefert, lohnt einen genaueren Blick.
Der Rahmen besteht aus Aluminium und wurde gegenüber dem Vorgänger modernisiert. Bulls setzt auf ein UDH-Schaltauge, das mittlerweile zum Standard bei aktuellen Schaltgruppen gehört und den Wechsel des Schaltwerks vereinfacht. Die Züge verlaufen innenverlegt, was die Optik aufräumt und die Zugführung vor äußeren Einflüssen schützt. Am Tretlager kommt der bewährte BSA-Standard zum Einsatz — wartungsfreundlich und mit breiter Lagerauswahl am Markt. Die Gabel ist aus Carbon gefertigt und nimmt eine 12-mm-Steckachse auf. Sie spart gegenüber einer Aluminium-Gabel Gewicht und filtert Vibrationen spürbar besser.
Beim Antrieb greift Bulls auf einen Mix aus Shimanos GRX-Serie zurück. Das Schaltwerk stammt aus der höherwertigen RX822-Linie, Kurbel und Schalthebel kommen aus den günstigeren Serien RX610 und RX410. In dieser Preisklasse ist ein solcher Komponentenmix üblich und funktional nicht nachteilig. Die 1x12-Schaltung arbeitet mit einer 10-51T-Kassette, deren Bandbreite von 510 Prozent selbst steile Schotterrampen und zügige Asphaltpassagen abdeckt. Ein Umwerfer entfällt, was Gewicht spart und die Bedienung vereinfacht.
Gebremst wird hydraulisch über Shimano-Scheibenbremsen, deren genaues Modell Bulls nicht spezifiziert. Hydraulische Bremsen dieser Preisklasse liefern in der Regel ausreichend Dosierbarkeit und Bremskraft für Gravel-Einsätze. An den Laufrädern sitzen Schwalbe G-One RX Pro in 45 mm Breite — ein profilierter Allround-Reifen, der auf Schotter Traktion bietet und auf Asphalt akzeptabel rollt. Die maximale Reifenfreiheit liegt ebenfalls bei 45 mm, sodass kein Spielraum nach oben bleibt.
Bei Montagepunkten zeigt sich Bulls großzügig: Aufnahmen für Schutzbleche und Gepäckträger, zwei Befestigungen am Oberrohr für Taschen sowie drei Flaschenhaltergewinde machen das Grinder 3 pendel- und tourentauglich. Fünf Rahmengrößen von 48 bis 60 decken ein breites Körpergrößenspektrum ab.
Das Testportal velomotion.de bewertete das Grinder 3 positiv und hob das wendige Handling sowie die gelungene Modernisierung hervor. Als Schwachpunkt nannte die Redaktion das Gewicht von 11,8 kg ohne Pedale — ein Wert, der für ein Aluminium-Gravel-Bike in dieser Preisklasse allerdings nicht ungewöhnlich ist. Wer ein leichtes Rad sucht, muss deutlich mehr investieren oder auf Carbon wechseln. Für Einsteiger, die ein vielseitig nutzbares Gravel-Bike mit solider Ausstattung und niedrigem Einstiegspreis suchen, gehört das Grinder 3 zu den relevanten Optionen am Markt.
Quellen: velomotion.de: Bulls Grinder 3 Test (2026). bulls.de: Produktseite Bulls Grinder 3 (2026).
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